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Artikel | K-Tipp 12/2011

Noch mehr Prospekte im Briefkasten

«Werbung nach Wunsch»: Damit ködert die Post Kunden. Nur: Die Werbeflut nimmt dadurch zu.

«Bestimmt möchten auch Sie in Ihrem Briefkasten vor allem Werbung für diejenigen Angebote vorfinden, die Sie wirklich interessieren.» Das schrieb die Post rund 20 000 Privatpersonen. Dem Brief mit dem Titel «Werbung nach Wunsch» beigelegt war ein Fragebogen, auf dem man 136 Interessengebiete ankreuzen konnte.

Wer jedoch glaubt, künftig nur noch diejenige Werbung zu erhalten, die ihn persönlich interessiert, liegt falsch. Die Werbeflut steigt vielmehr weiter an, denn: Neben der adressierten «Werbung nach Wunsch» erhält man auch in Zukunft alle anderen adressierten Werbebriefe zugestellt. Und wenn man keinen Stopp-Kleber hat, auch alle nicht adressierten Prospekte.

Dass die Post mehr adressierte Werbung verschicken will, hat einen Grund: Beinahe jeder zweite Briefkasten ist mit dem Stopp-Werbung-Kleber versehen. Mit adressierter Werbung lässt sich dieser Kundenwunsch ganz einfach  umgehen.

So reduzieren Sie adressierte Werbung:

  • Lassen Sie sich auf die Robinsonliste setzen. Seriöse Firmen werden Ihnen so keine Werbung mehr zustellen (www.sdv-asmd.ch oder SDV-Robinsonliste, Blegistrasse 1, 6343 Rotkreuz).
  • Schreiben Sie, wann immer Sie Ihre Adresse angeben müssen, den Satz: «Weitergabe der Adresse an Dritte verboten.»
  • Verzichten Sie darauf, an Wett­bewerben teilzunehmen. Diese werden häufig nur organisiert, um an Adressen zu kommen.

13. Juni 2011 | Daniel Jaggi, Redaktor K-Tipp


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