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Neue Haushüterdienste erledigen während der Ferien anfallende Arbeiten und Aufgaben in Haus und Wohnung.
Wenn vor dem Verreisen in die Ferien der Nachbar ausfällt, der sonst beim Wohnungs- und Tierhüten aushilft, gibt es seit neustem sogenannte Haushütedienste. Der Service ist nicht billig. Pro Tag werden ab 80 Franken verrechnet. Zum Vergleich: Ein Platz für den Hund im Tierheim kostet rund 50 Franken pro Tag. Der Haushütedienst umfasst jedoch auch Lüften, Leeren des Briefkastens und Betreuung des Gartens und der Zimmerpflanzen.
Vorteil: Die Haustiere bleiben in der vertrauten Umgebung. Die Wohnung ist auch nach aussen sichtbar bewohnt, was die Gefahr von Einbrüchen verkleinert.
Zudem können individuelle Abmachungen getroffen werden (siehe Tabelle im pdf-Artikel). Einige Services bieten die einfache Betreuung von daheimbleibenden Personen oder dem Heimbüro an (Post, Telefon). Beim Privat-Dienst-Universal umfasst das Angebot auch Putz- und Hausarbeiten, die aber zusätzlich verrechnet werden. Gewisse Anbieter fahren die Reisenden sogar zum Flughafen und retour oder sorgen dafür, dass am Ferienende der Kühlschrank mit dem Wichtigsten bestückt ist.
In der Regel besteht der Pool der Haushüter aus rüstigen Rentnern und Rentnerinnen oder Hausfrauen, deren Kinder bereits flügge sind. Sie erhalten für ihren Einsatz Anfahrtsspesen und eine Entlöhnung. Da laut den Haushütediensten in 80 Prozent aller betreuten Häuser und Wohnungen ein Hund oder eine Katze versorgt werden müssen, gehört Tierliebe neben Zuverlässigkeit zu den wichtigsten Anforderungen der Hüter.
Seriöse Anbieter erkennt man an der Transparenz: Preise und Konditionen sind klar publiziert. Im Vorfeld – idealerweise zwei bis drei Wochen vor Einsatzbeginn – wird mit einer detaillierten Checkliste persönlich vor Ort geklärt, welche Aufgaben und welchen Aufwand die Betreuung umfassen soll.
Wichtige Punkte vertraglich abmachen
Monika Sommer vom Hauseigentümerverband HEV empfiehlt, sich vom Haushüter Referenzen und Leumund zeigen zu lassen. Ausserdem muss der Anbieter haftpflicht- und rechtschutzversichert sein und einen Ersatzhüter gewährleisten können, sollte ein Haussitter unerwartet ausfallen. Anhand der Checkliste wird der Anbieter eine Offerte erstellen und bei Annahme einen schriftlichen Vertrag.
23. Juni 2008 | Irène Mayr
