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SOS Gerasjuta sammelt erneut für angeblich verarmte
Patienten in der Ukraine. Fachleute warnen vor der Firma.
Anfang August erhielten Renato und Christine Crosara aus Nürensdorf ZH wie zahlreiche andere K-Tipp-Leser Post von Sergej Gerasjuta. Mit einem rührseligen, handgeschriebenen Brief will er das Ehepaar
zu einer Spende bewegen. Geld, das er angeblich für die Spitalpflege eines mittellosen Ukrainers verwenden will.
Weil Christine Crosara von der Seriosität des Spendenaufrufs nicht überzeugt war, beschwerte sie sich telefonisch bei Gerasjuta und wies ihn an, künftig solche Schreiben zu unterlassen. Crosara: «Herr Gerasjuta gab sich arrogant und uneinsichtig.»
In der Branche geniesst SOS Gerasjuta denn auch einen miserablen Ruf: Zewo, die Zertifizierungsstelle für Wohlfahrtsunternehmen, warnt ausdrücklich vor Gerasjuta. Zewo-Geschäftsleiterin Martina Ziegerer: «Die Jahresberichte sind intransparent und wenig aussagekräftig.» Will heissen: Wie er die Spenden verwendet, bleibt weitgehend im Dunkeln.
Gerasjuta behauptet gegenüber dem K-Tipp das Gegenteil und sieht auch kein Problem darin, dass sein Unternehmen als Einzelfirma geführt wird. Üblich bei gemeinnützigen Sammelorganisationen ist laut Zewo die Rechtsform der Stiftung oder des Vereins.
07. September 2007 | Thomas Heer
